Making Of: Sounds of Forest

Wie das Bild Sounds of Forest entstand

Sounds of Forest ist ein spezielles Projekt, welches ich gemeinsam mit einer Community umgesetzt habe. Ziel der Aktion war es, gemeinsam ein Poster-Motiv aus den Ideen der Community zu entwickeln, welches dann von mir umgesetzt wurde. Ich habe regelmäßig Zwischenschritte gepostet, damit die Community Fehler aufzeigen, ihre Meinung während des Prozesses einbringen und somit ein reichhaltiges Motiv geschaffen werden konnte.

Diese Seite wurde zusammengestellt, damit man den Entstehungsprozess des aufwendigsten Bild 2010 Schritt für Schritt verfolgen kann!

 

Ideensammlung & Skizzen

Die erste Skizze
Die zweite, genauere Skizze

Bevor man überhaupt loslegen kann, müssen natürlich Ideen gesammelt werden. Was für ein Motiv passt für ein Poster? Was möchte man im Zimmer hängen haben? Es war auch mein Ziel, etwas zu schaffen, was es in dieser Form noch nicht an jeder Ecke als Poster zu kaufen gibt, eine frische Idee also.

Als man sich über lang andauernde Debatten schließlich für eine ruhige Szene mit Drache entschieden hatte, kamen die Skizzen ins Spiel.

Ich fertigte eine grobe Skizze an, wie ich mir den Bildaufbau und die Farbgebung vorstellte.

Die Skizze wurde auseinandergenommen, Vorschläge ausgetauscht und schließlich eine genauere Skizze umgesetzt, ganz nach den Vorstellungen der Community.

 

Der Hintergrund zuerst

Noch ziemlich einsam, oder?

Nachdem das Motiv festgelegt ist, geht es los. Zuerst muss alles in die richtige Auflösung konvertiert werden, damit das Bild im Druck später gut aussieht.

Die Skizze wurde zuvor in A3 bearbeitet - nun habe ich alles auf A1 mit 300dpi eingestellt, um später keinen Qualitätsverlust zu haben.

Die ersten 3 Stunden verbrachte ich damit, den Berg im Hintergrund zu zeichnen - denn irgendwo muss man ja anfangen, richtig?

 

Berge & Vordergrund

Die nächsten 4 Stunden wurde sich dem Vordergrund gewidmet. Keine besonders aufregende Arbeit (Zumindest sind Gräser und Felsen Risse malen nicht meine liebste Beschäftigung) aber auch der muss mit einem gewissen Maß an Detailverliebtheit nachgegangen werden, sonst sieht es einfach nicht gut genug aus.

 

Der Laubbaum

Manchmal braucht es eben auch eine Herausforderung, um Neues zu lernen!

Langsam mehren sich die Objekte auf meinem Bild. Habe mit dem Baumstamm weitergemacht und dann das Lagerfeuer begonnen. Um das Lagerfeuer habe ich bereits ein bisschen den Boden Richtung final bearbeitet.

Danach habe ich mich an den Laubbaum am rechten Bildrand gemacht. Der hat mit Abstand am meisten Zeit konsumiert. Schrecklich diese Dinger, so viele Details und dann dreidimensional hinbekommen! ;)

 

Erdbeer, Minze und Co

Weitere 7 Stunden später hat der Laubbaum zu seinen Füßen Moos, Gräser und Pilze bekommen. Besonders Mühe habe ich mir dann bei den Pflanzen im Vordergrund gemacht: Ich habe eine Brennessel, Minze, Löwenzahn und den Erdbeerstrauch zum Vorbild genommen und reingezeichnet.

Dazu kommen noch heruntergefallene Äste und mehr Krimskrams für die Pflanzenwelt im Vordergrund. Desweiteren habe ich den Schlammweg rechts vorne gemacht und Faun-Spuren reingemalt, damit es so aussieht, als wäre der Faun von dort gekommen.

 

Der Faun und...

Der Faun war eine nicht ganz so leicht zu knackende Nuss für mich. Nachdem ich mir Referenzen zu Panflötenspielern und auch der Fabelwesen-Figur Faun an sich angesehen habe, habe ich mich an eine der Hauptfiguren im Bild gewagt. Das Fell war dann noch das einfachste von allen - die Anatomie ohne ein Referenzbild von jemanden in der Pose war durchaus eine Herausforderung. 5 Stunden habe ich mich mit dem Faun beschäftigt, denn einer Hauptfigur gebührt entsprechende Aufmerksamkeit.

 

.. der Drache

7-8 Stunden später: Der Drache ist skizziert, die Tannen im Hintergrund erstellt, das Lagerfeuer zum Leben erwacht. Hier habe ich schonmal die Lichtquelle des Sonnenuntergangs eingezeichnet, mit anderen Worten also die Tannen von der Sonne bestrahlen lassen. Die Gräse um den Drachen herum habe ich nun ebenfalls erstellt. Der Faun hat derweil auch noch ein paar Korrekturen erfahren.

 

Lagerfeuerlicht & Bachgeplätscher

Spürt man schon die Magie?

Diesmal habe ich die Pflanzenwelt vollendet. Endlich! Den Bach hab ich mir diesmal auch zur Brust genommen und so gut ich konnte versucht umzusetzen. Da ich leider keine exakte Fotovorlage hatte, war ich nicht in der Lage ihn so realistisch zu malen wie ich eigentlich angestrebt hatte, aber ich denke trotzdem er entspricht der allgemeinen Qualität des Bildes. Mehr Lichtverhältnisse, vor allem des Lagerfeuers gibt es diesmal auch zu betrachten.

Nun bereichern übrigends auch ein paar kleine Tiere den Wald, wovon einige wohl aber nur auf dem Original Poster auffallen werden.

Zuletzt hat der Faun seine magische Musik bekommen.

 

Letzte Schritte

Zuletzt gibt es einige Stunden Arbeit zu betrachten: 2 Stunden Tannen mehr Struktur gezeichnet und zwei neue Tiere reingemalt, 8 Stunden Drache und Berg links überarbeitet und als letztes noch 2 Stunden Touch Ups und Kleinigkeiten.

Die Drachenstatur hat mir vorher noch gar nicht gefallen und wurde deswegen nochmal ordentlich von mir überarbeitet. Nun bin ich damit einigermaßen zufrieden!

Am meisten Denkarbeit forderte dann die Entscheidung für die richtige Farbstimmung, es hat lange gedauert bis ich mich für die letztendlich sichtbare entschieden habe.

Wie immer ganz am Ende fallen einem immer wieder Kleinigkeiten auf, die man noch verbessern könnte. Irgendwann muss man ein Ende finden - ich habe es nach 44 Stunden gefunden.

 

Das Bild gibt es größer in meiner Art Gallery!

Fazit

Mein schwerster Bildteil:

Ich denke, am schwersten war für mich der Faun. Menschliche Anatomie ist mir noch nie leicht gefallen, vor allem da ich meistens Frauen zeichne und deren Anatomie besser beherrsche als die von Männern.

 

Mein einfachster Bildteil:

Das ist schwer zu sagen, denn einfach ist nichts, wenn man sich Mühe geben möchte. Ich denke der Berg im Hintergrund, da ich da nicht so viel Druck hatte es beim ersten Mal perfekt zu machen. (Von ihm hängt z.B. nicht die Umgebung so direkt ab wie von einer Pflanze im Vordergrund.)

 

Was habe ich gelernt?

Ich denke ich habe mich vorher noch nie so ausführlich mit Gräsern und Pflanzen und der Weise, wie sie ein lebendiges, stimmiges Landschaftsbild abgeben beschäftigt. Bei dem Drachen zum Beispiel habe ich am wenigsten gelernt, da ich schon recht konkrete Vorstellungen habe, wie so etwas auszusehen hat. Ich denke also wie man verschiedene Pflanzen zeichnet - davon habe ich etwas mitgenommen.

 

Arbeitsstunden: 44 Stunden

Zeit zum Speichern: 10 Minuten

Größe der Datei: 1,2 GB (9933 x 7016 pixel, A1 300dpi)

Anzahl Ebenen: 288

 

Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*



*
*
Keine Kommentare