Die Malerei

Von der Skizze zum fertigen Bild

Nellyaa malt am Maltisch

Ich male bereits seit ich denken kann, wobei die frühesten Werke an die ich mich erinnern kann im Kindergarten entstanden sind.

Dort habe ich täglich stundenlang am Maltisch gesessen und gemalt was mir in den Sinn kam. Dabei habe ich begonnen meine Mutter oder meinen Bruder zu zeichnen oder portraitierte das kabelige Innenleben einer Lautsprecherbox, die mein Vater zusammenschraubte.

 

Nellyaa malt ins Matheheft

Natürlich sahen meine Bilder damals nicht mal im Entferntesten so gut aus, wie sie es heute tun. Ich fing an meine Mathe- und Religionshefte mit Tieren und allerlei anderen Dingen zu schmücken und behielt diese fragwürdige Tradition auch in der Realschule bei.

Leider wurden Donald Ducks im Matheheft in der Realschule nicht mehr so gerne gesehen, weshalb ich angewiesen wurde es zu unterlassen. Leider klappte das nicht so richtig, so sehr ich mich auch bemühte... Denn sobald ich anfing unaufmerksam zu werden wanderte meine Hand wie von selbst zum Stift und malte irgendwelche Dinge aufs Papier. Jegliche Versuche es zu unterbinden scheiterten.

 

Nellyaa malt mit unterschiedlichen Materialien

Hauptsächlich malte ich auf normalem Druckerpapier meines Vaters und verbrauchte monatlich etwa 500 Blatt, die bevorzugte Tatwaffe war der Kugelschreiber. Ich purzelte dann, nachdem ich etwas Verstand entwickelt hatte, durch einige Maltechniken wie Aquarell und Acryl, blieb aber letztendlich in den analogen Techniken bei Bleistift und Druckerpapier hängen. Wer kann sich schon Künstlerpapier bei einem solchen Verbrauch leisten?

 

Nellyaa malt im Kunstunterricht

In der Realschule dann hatte ich schließlich erste Erfolgserlebnisse im Kunst-Unterricht und die jahrelange Übung zeigte Früchte. Die Linien wollten mir besser gelingen und meine Kunstlehrer redeten mir ein, dass ich eine Art Blick oder Auge dafür besäße, Dinge auf Papier zu bringen.

In den nächsten Jahren hatte ich dann auch raus, was sie damit gemeint haben mussten. Ich sah es an den anderen Schülern, die neben mir saßen und überhaupt nichts sahen, überhaupt nichts verstanden! Warum malten sie eine Teekanne weiß, wenn sie in Wirklichkeit von der Wand gelb angestrahlt wurde?

Ich begann mich verstärkt mit dem Beobachten von Licht und Schatten auseinander zu setzen, Lichtbrechung, matte oder glänzende Oberfläche und all diesen Dingen. Ich begann alles was ich sah genau zu beobachten, auf Reflexion, Schatten und Farblichkeit zu prüfen. Mittlerweile mache ich es unterbewusst, manchmal mehr, manchmal weniger.

 

Nellyaa malt mit Photoshop

Als ich etwa in der 7. Klasse war, entdeckte ich das Internet und stieß schnell auf das allgegenwärtige Programm Photoshop. Schnell stolperte ich über die Photoshop-Kunsterwerke einer Person, die wahrlich meisterhafte Bilder in diesem Programm fabrizierte. Es stand für mich fest, dass ich dieses Photoshop auch brauchte.

Nachdem ich es ausprobiert hatte konnte ich zuerst nicht viel damit anfangen. Ich fing an eingescannte Bilder zu bemalen, was alles ziemlich bescheiden aussah und nicht ansatzweise an die Qualität meines Vorbilds heranreichte. Jedoch brauchte es vergleichsweise wenig Zeit, um die ersten Startschwierigkeiten zu überwinden. Nach einem Jahr beherrschte ich dann die im Internet üblichen Techniken für Nichtskönner. Der Lernprozess über Photoshop und Zeichnen allgemein zzeiht sich fort bis zum heutigen Tag.

Generell hat mich von Anfang an die Motivation getragen, Gefühle die ich habe anderen Menschen sichtbar zu machen, in Bilder zu fassen. Was ich fühle, zeichne ich.

 

Nach einigen Jahren Einarbeitung und stetigem Üben in Photoshop bin ich heute bereit zu sagen, dass ich die Qualität meiner damaligen Vorbilder erreicht habe. Ich habe mir noch größere Ziele gesteckt, um noch besser zu werden und noch mehr Menschen mit meinen Werken zu begeistern.